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Vegan. Aber warum?

Immer mehr Menschen ernähren sich vegan und vegetarisch und nehmen damit gut ab. Das Abnehmen mit veganer Ernährung hat mehrere Vorteile als auch Nachteile, doch bevor ich darauf näher eingehe, erläutere ich erst in einigen Punkten warum sich Menschen für die vegane Ernährung entscheiden.

Die vegane Ernährungsweise beruht darauf, sich rein pflanzlich zu ernähren. Es ist weniger der Verzicht, sondern eher die genaue Auswahl von bestimmten Lebensmitteln.

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Umwelt und Tierleid – deshalb vegan

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass bei der Produktion von Fleisch und anderen tierischen Produkten deutlich mehr Ressourcen verbraucht werden als bei der Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln. Zum Beispiel das Ackerland, auf dem das Futter für die Zuchttiere angebaut wird, könnte somit effizienter genutzt werden, um mit weniger Verbrauch mehr Nahrung zu erhalten.

Ein Aspekt, bei dem viele Menschen die Augen verschließen, ist, dass das Fleisch, das auf den Tellern landet tatsächlich einmal ein lebendes, denkendes und fühlendes Wesen war. Vielen ist nicht bewusst, dass Tierleid auch bei der Milchproduktion entsteht. Kühen werden ihre gerade geborenen Kinder weggenommen, sodass die Menschheit Milch, Käse und Butter in den Supermärkten kaufen kann. Die Hennen, die für die Eierproduktion gehalten werden, erreichen nicht ihr volles Lebensalter, werden krank und in viel zu engen Räumlichkeiten gehalten. Die männlichen Küken werden sofort nach der Geburt entsorgt, weil sie nicht rentabel sind.

Wenn man also diese Industrie nicht unterstützt, kann man ohne jegliches schlechtes Gewissen jeden Tag sein Essen vegan genießen.

Gesundheit und Wohlbefinden

Krankheiten wie Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar manche Arten von Krebs können auf den übermäßigen Konsum von tierischen Lebensmitteln zurückgeführt werden. Das enthaltene Fett und die Stresshormone sind natürlich keinesfalls gut für den menschlichen Körper.

Diejenigen, die sich für die vegane Ernährungsweise entscheiden, entwickeln meistens ein großes Gesundheitsbewusstsein und achten auf eine ausgewogene Ernährung. Je bewusster man isst, desto besser fühlt man sich auch dabei. Viele Veganer sagen, dass sie sich seit der Umstellung viel leichter fühlen und nicht mehr so träge, wie nach einer tierischen Mahlzeit.

Wenn man zum Beispiel Probleme mit der Verdauung hat, könnte die vegane Ernährung eine gute Hilfe sein, da man durch das viele Obst und Gemüse mehr Ballaststoffe zu sich nimmt und somit den Darm ankurbelt. Zudem nimmt man nicht so viel Fett zu sich, das ansonsten in Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln enthalten ist. Somit könnte es auch eine Unterstützung beim Abnehmen sein.

Neue Blickwinkel

Nicht selten führt die vegane Ernährung zu einer veganen Lebensweise. Das bedeutet, dass man auch darauf achtet was in der Mode- sowie Kosmetikindustrie vor sich geht. Taschen und Schuhe aus Leder oder Tierversuche für einen neuen Lippenstift unterstützen ebenfalls das Leiden von Tieren. Es gibt jedoch viele Konzerne, die sich gegen dieses Tierleid aussprechen und dafür kämpfen es abzuschaffen. Nun kann jeder für sich selbst entscheiden, welche Firmen unterstützenswert sind und welche nicht.

Auch in Sachen Essen werden viele neue Türen geöffnet. Viele Gemüse- oder Getreidesorten bleiben im Verborgenen, wenn man nicht aktiv nach etwas Neuem sucht. Vor allem in der Anfangszeit bringt einen der Veganismus dazu kreativer mit den Mahlzeiten zu werden. Mittlerweile gibt es so viele Ersatzprodukte, dass man ohne Probleme vegane Gegenstücke zu den früheren tierischen Lieblingsgerichten kreieren kann. Viel spannender ist es jedoch völlig Neues auszuprobieren, wie Gerichte aus Fernen Ländern nachzukochen.

Wer sich Sorgen macht, dass die vegane Ernährung zu teuer ist, sollte einmal darüber nachdenken wie viel ein Stück Fleisch kostet und sich ein ähnliches Ersatzprodukt ansehen. Beide haben in etwa dieselben Preise. Zudem muss man diese Ersatzprodukte nicht als Notwendigkeit sehen. Sie können jedoch helfen den Umstieg leichter zu machen.

Somit kommen wir nun zu den Vor- und Nachteilen der veganen Ernährung im Bezug auf das Abnehmen und Wohlbefinden. (Vegetarier betreffen nur manche Punkte)

Vorteile vegane Ernährung:

  • Eine rein pflanzliche Ernährung gewährleistet einen hohen Vitamin- und Balaststoffhaushalt was dazu führt, dass Du länger satt bist und Dich generell fitter fühlst.
  • Durch den freiwilligen Verzicht auf tierische Produkte sinkt der Säure-Base Haushalt des Körpers und somit ist das Risiko geringer an Sodbrennen zu erleiden.
  • Fleisch hat viele Kalorien die (meistens) aus viel Fett bestehen und im Schnitt 20 Gramm Eiweiß auf 100 Gramm Fleisch. Das führt genauso zu einer hohen Insulinausschüttung wie wenn man viele kurzkettige Kohlenhydrate isst (einfacher Zucker). Genau dasselbe passiert mit Eiern, fettiger Sahne usw. Durch den Verzicht darauf entlastest du Deinen Verdauungstrakt unheimlich damit! Gleichzeitig kannst Du deinen Körper schneller in den Fettverbrennungsmodus einleiten, weil du keine „schwere“ Verdauungskost im Magen-Darmtrakt hast.
  • Die meisten Veganer ernähren sich mit vielen natürlichen Kohlenhydraten (sollten es zumindest). Dadurch hast Du immer ein natürlich geregelten Insulinhaushalt. In Obst oder Vollkornprodukten sind zwar viele Kohlenhydrate, aber diese werden durch Balaststoffe (auch eine Art von Kohlenhydraten, die schwerer verdaut werden können) aufgehalten. Somit kann es nicht zu einem extremen „peak“ kommen.
  • Tierische Fette sind meist gesättigt. Auf der Nährstofftabelle liest man dann: „davon gesättigte Fettsäuren“ … . Diese Fette braucht der menschliche Körper zum überleben, doch nicht in der Qualität wie es in den heutigen Fleisch und Milchprodukten enthalten sind. Pflanzlich gesättigte Fettsäuren wie aus der Kokosnuss sind sogar Vitaminreich und gefährden nicht den schlechten Cholesterinspiegel (LDL-Cholesterin).

Nachteile vegane Ernährung:

  • Für Neulinge kann die vegane Ernährung ermüdend sein. Man bekommt viel Gegenwind aus seinem Umfeld und man weiß nicht was man einkaufen soll. Das Frühstücksbrot mit Schinken oder Käse ist dann Geschichte. In der Tat verlangt es einiges an Kreativität und die Lust zu recherchieren, um immer etwas rein pflanzliches essen zu können.Besonders unterwegs stellt das eine Herausforderung da. Das führt schnell dazu, dass dann doch mal der Döner oder etwas tierisches auf dem Teller landet.
  • Es ist in der Tat wichtig in einer Abnehmphase ausreichend Eiweiß zu essen. Mittlerweile ist das Angebot in den Supermärkten groß, jedoch wissen die meisten nicht so recht was sie nun essen sollen um genügend Eiweiß zu sich zu nehmen. Da wird dann doch mal ein billiges Ersatzprodukt konsumiert wo im schlimmsten Falle schlechte Nährstoffe enthalten sind und kontrproduktiv auf die Diät niederschlägt.
  • Bei eingeladenen Festen oder Restaurants ist die Auswahl nicht immer einfach. Besonders auf Familienfesten oder großen Treffen mit Arbeitskollegen kann das Thema vegan ein Dorn im Auge der Mitmenschen sein. Wenn die Auswahl karg ist und man hungern muss, kann es passieren das über kurz oder lang, der Kreislauf einschläft und das Hormon Leptin nicht mehr ausgeschüttet wird, das massiv zum abnehmen beiträgt.
  • Viele Veganer ernähren sich fast nur von Ersatzprodukten und gefährden damit ihrer Gesundheit, wahrscheinlich mehr, als sie sich bewusst sind. Natürlich gibt es die rein ethischen Veganer, jedoch ist die Ernährung elementar wichtig für das gemeine Wohlbefinden und trägt dazu bei wie aktiv man auch letztendlich im Job und in der Beziehung zu seinem Partner ist.
    Leckeres veganes Sandwich
Fazit

Die vegane Ernährung kann zu einem täglichen Abenteuer werden. Sie ist keinesfalls ein Verzicht, sondern mehr eine Einladung Neues zu entdecken.

Im Endeffekt muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, wie er mit diesem Wissen umgeht. Es ist in Ordnung verschiedene Meinungen zu haben, jedoch sollte man die anderen Ansichten auch respektieren. Es gibt wie bei allem Vor- und Nachteile die dazu beitragen können sich fitter zu fühlen, abzunehmen oder gar Muskeln aufzubauen. Das beste wäre sich hierbei mit den Themen auseinander zu setzen und seinen eigenen Weg zu finden.